Elektrokeramik
Ein piezoelektrisches Material hat die Fähigkeit, seine Form zu verändern, wenn es einer elektrischen Ladung ausgesetzt wird. Umgekehrt ist ein piezoelektrisches Material in der Lage, eine Ladung zu erzeugen, wenn es verformt wird. Piezoelektrische Werkstoffe werden u. a. in der Industrie (Durchflussmesser, zerstörungsfreie Prüfungen), im Automobilbau (Parksensoren, Dieseleinspritzdüsen), in der Medizin (Ultraschall, chirurgische Instrumente), in der Konsumgüterindustrie (Tintenstrahldruckköpfe, Festplatten) und im Militär (Sonotroden, Leitsysteme) eingesetzt. Das am häufigsten verwendete piezoelektrische Material ist Blei-Zirkonat-Titanat (PZT), da sich die chemische Zusammensetzung von PZT so anpassen lässt, dass eine breite Palette von Eigenschaften möglich ist. Außerdem können PZT-Teile präzise bearbeitet werden und bei hohen Temperaturen funktionieren.